Böhmisch-Mährische Beskiden

Dezember

 

Der Dezember ist der erste meteorologische Wintermonat und viele Menschen wünschen sich Schnee und frostige Temperaturen - vor allem rund um Weihnachten und die Adventswochenenden soll das Wetter bitteschön tiefwinterlich sein. Doch hat das Wetter oftmals noch andere Pläne und sorgt bei den Winterfans nicht selten für lange Gesichter und frustrierte Gemütszustände. Zu stark ist mit dem Winterbeginn die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik. Der Dezembermonat gehört deshalb zum Frühwinter und nicht zum Hochwinter. Alles braucht seine Zeit.

 

Der erste Wintermonat gilt als Übergangsmonat vom Herbst in den Winter. Eine stabile und hochwinterliche Wetterlage ist im Dezember zwar nicht auszuschließen, dennoch gehört diese - aus statistischer Sicht  eher in den Januar. Nichtsdestotrotz ist ein Wintereinbruch über mehrere Tage  und gerade im zweiten Dezember-Drittel  wahrscheinlicher, als im November, bevor die Wettersingularität des Weihnachtstauwetters den bis dahin gefallen Schnee mit einer  Wahrscheinlichkeit von rund 76 Prozent dahinschmelzen lässt. Ein Flachlandwinter ist weniger wahrscheinlich,  vielmehr gilt der Dezember in tieferen Lagen als nasskalter, trüber und dunkler Wintermonat.

 

Das Dezemberwetter ist für viele eine spannende Zeit, nicht nur hinsichtlich der weißen Weihnachten, oder das Wetter zu Silvester, nein, im Dezember zeigt sich auch die eine oder andere Wetterturbulenz. Nicht nur das oftmals der erste richtige Wintereinbruch erfolgt, er ist auch ein Monat der Besinnlichkeit und Entschleunigung, zudem ist er auch einer der dunkelsten Monate des Jahres.

 

Januar

 

Der Januar gehört zu den Monaten, in denen es langsam wieder heller wird. Der zweite Wintermonat gehört aber auch zu den kältesten Monaten im gesamten Jahr. Nicht selten trägt das sibirische Kontinentalhoch einen entscheidenden Beitrag zu einer hochwinterlichen Großwetterlage bei

 

Im Januar kommt es  Aufgrund des Kontinentalhochs über dem sibirischen Raum  häufiger zu einer Ausdehnung des hohen Luftdrucks in Richtung Nordeuropa, sodass sich über Mitteleuropa eine Ostwetterlage mit knackig kalten Temperaturwerten einstellen kann. Unter Meteorologen wird diese Zeit als Hochwinter definiert und kommt  statistisch gesehen  häufiger in der zweiten Hälfte vor.

 

Als interessanter Zeitraum gilt der 1. bis 6. Januar, denn hat sich bis dahin keine winterliche Wetterlage einstellen können, so wird es auch der Hochwinter schwer haben, sich durchzusetzen. Warum? Das Zirkulationsmuster ist entsprechend eingefahren und ein Umschwung in der zweiten Winterhälfte wird zunehmend unwahrscheinlicher. Lediglich äußere Randfaktoren, wie der QBO oder ein Major-Warming können im Februar und März noch zu Veränderungen führen.

 

Das Wetter im Januar wird häufiger von Hochdruckwetterlagen mit kontinentaler Ausprägung (Ost-West; gestörte Zirkulation) beeinflusst. Somit gehört der Januar zu den kältesten und auch niederschlagsärmeren Wintermonaten im ganzen Jahr.

 

Eine weitere Wettersingularität zeigt sich bei einem eintreffenden Hochwinter, welcher über mehrere Tage oder auch Wochen anhalten kann. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass sich der Hochwinter bis in den Februar hinein fortsetzen kann.

 

Unter anderem ist aber auch eine frühe und stabile Schneedeckenausbildung über dem sibirischen Raum für einen Hochwinter über Deutschland zuträglich. Warum? Liegt reichlich Schnee über Sibirien, so ist das für die Entwicklung des Kontinentalhochs förderlich. Je früher der Schnee fällt, desto ausgeprägter und stärker kann das Kontinentalhoch werden. Das kann zu zwei wesentlichen Wetterereignissen führen. Zum einen kann ein stark ausgeprägtes Kontinentalhoch den Polarwirbel schwächen und zum anderen begünstigt eine Ausdehnung des Kontinentalhochs in Richtung Nordeuropa auch den Hochwinter über Mitteleuropa, welcher meist ab der Monatsmitte zu erwarten ist.

 

Das Kontinentalhoch produziert also nicht nur Kälte, es exportiert diese kalten Luftmassen in andere Regionen. Und sobald der Polarwirbel anfängt instabiler zu werden, wird noch mehr Energie aus der Troposphäre absorbiert und der Polarwirbel weiter geschwächt. Ein schwacher Polarwirbel neigt zum mäandrieren, was warme Luftmassen aus den niederen Breiten nach Norden und kalte Luft arktischen Ursprungs nach Süden führt. Sind die Bedingungen perfekt, ist auch über Deutschland, Österreich und der Schweiz tiefstes Winterwetter möglich.

 

Februar

 

Die Tage werden spürbar heller, doch nicht selten sind im letzten Wintermonat noch länger andauernde Kältephasen möglich. Der Februar ist nicht umsonst der zweitkälteste Monat im ganzen Jahr, denn auch die Turbulenzen nehmen zu und sorgen mit Trogvorstößen für tiefwinterliche Wetterlagen. Auch sog. Polarwirbelsplits spielen im ausklingenden Spätwinter wieder verstärkt eine Rolle.

 

Das Wetter im Februar kann eisig kalt und in manchen Jahren schon frühlingshaft mild sein. Und sollte es mit dem Spätwinter klappen, so gilt der letzte Wintermonat als schneereicher Monat. So ist der Februar zugleich der niederschlagsärmste Monat des gesamten Jahres. Spürbar wird der höhere Sonnenstand mit einer längeren Sonnenscheindauer, sodass mögliche Wintertage zu einem traumhaften Erlebnis werden können.

 

Das Wetter wird meist von drei Großwetterlagen bestimmt. Zum einen die kontinentale Hochdruckwetterlage, welche noch vom Hochwinter bis in den Spätwinter hineinwirken kann. Als Zweites wäre die Trogwetterlage (meridionale Grundströmung) zu benennen, welche häufiger durch einen instabilen Polarwirbel (Polarwirbelsplit) zustande kommen kann. Zu guter Letzt wäre die West bis Südwestwetterlage zu erwähnen. Diese tritt überwiegend ab der zweiten Hälfte auf, oder wenn der Hochwinter im Januar nicht vorhanden war.

 

Ist's zu Lichtmess mild und rein, wird es ein langer Winter sein. Wenn es aber stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit.

 

Mariä Lichtmess wird 40 Tage nach Weihnachten gefeiert und ist somit am 2. Februar. Insofern gilt der Februar als Übergangsmonat vom Winter in den Frühling, welcher meteorologisch am 1. März beginnt. 

 

War der Hochwinter im Januar lang anhaltend und mit einem Hochdrucksystem besonders stabil, so erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für einen normalen bis zu kalten Wetterverlauf im Februar. War der Januar hingegen mild und ohne hochwinterliche Wetterphase, so steigt die Wahrscheinlichkeit, dass kein nachhaltiger Winter mehr nachkommt.

 

Der Winter ist gerade  im Februar  auf dem Rückzug. Doch gibt es im Februar  ein paar Randfaktoren,  die  für Winterwetter sorgen können. Die Kombination aus geringer Sonnenaktivität, QBO und eines möglichen Major-Warming lassen turbulente Wetterlagen erwarten. Ob diese dann auch winterlich sind wird man sehen.

 

März

 

Der März ist ein klassischer Übergangsmonat vom Winter in den Frühling. Hält der Märzwinter Einzug, so bleibt die Kälte meist noch in der ersten Märzdekade beständig. Ab dem zweiten Drittel aber wird der Temperaturcharakter zunehmend wärmer und die ersten Frühlingstemperaturen machen sich bemerkbar.

 

Das Wetter ist im ersten meteorologischen Frühlingsmonat hauptsächlich eines: abwechslungsreich. So erwärmen sich die Landmassen – Dank des höheren Sonnenstandes - nun schneller als die Wasserflächen, was die Turbulenzen und damit die Wetteraktivität erhöhen kann. Die Temperaturspanne reicht vom klassischen Märzwinter bis hin zu frühlingshaften Temperaturwerten. Zum Beginn der letzten Märzdekade setzt die Vegetationsperiode ein. Soll heißen, dass die Natur aus dem Winterschlaf erwacht und so langsam auf sich aufmerksam macht.

 

Der März gehört meteorologisch zum ersten Frühlingsmonat und beginnt mit dem 1. März. Kalendarisch beginnt der Frühling am 20. März um 16:32 Uhr MESZ. Die unterschiedlichen Zeiträume lassen sich auch gut mit den Großwetterlagen erklären. 

 

Zum Monatsbeginn zeigt sich häufig ein instabiler Polarwirbel, welcher seinem Finale entgegenstrebt. Durch diesen Prozess kommt es nochmals zu stärkeren Wellenbewegungen entlang der Polarfront, was in der ersten Monats-Hälfte noch winterliche Großwetterlagen ermöglicht. Ab der zweiten Hälfte setzt sich milderes Wetter durch, bevor zum Ende Turbulenzen nochmals für eine Abkühlung sorgen können. Das ist mitunter auch ein Grund, dass manches Mal zu Ostern die Eier im Schnee gesucht werden müssen.

 

"Märzenschnee und Jungfernpracht halten oft nur eine Nacht."

 

Schlägt der Märzwinter zu, oder kommt rasch der Frühling? Der März ist und bleibt der klassische Übergangsmonat von Winter in den Frühling und ist in seiner ersten Hälfte oftmals noch kühl und in seiner zweiten Hälfte nicht selten schon frühlingshaft mild.

 

Insofern lässt sich die Frage nicht wirklich beantworten, da grundsätzlich beides möglich ist - es kommt eben auf den Betrachtungsstandpunkt an. Als Indikator kann der Hochwinter im Januar gelten. Fällt er aus, so ist kein grandioser Winter mehr zu erwarten. Kommt der Hochwinter und hält sich über mehrere Wochen, so ist auch im März noch mit winterlichen Temperaturen zu rechnen.

 

März

 

Der April  wohl aus meteorologischer Sicht ein sehr interessanter Wettermonat. Von einem späten Wintereinbruch mit eisiger Kälte bis hin zu sommerlichen Temperaturen mit allen möglichen Niederschlagsvarianten, die das Wetter zu bieten hat, wird es für Meteorologen nicht langweilig. Auch die ersten Gewitter sind zu erwarten.

 

Der Grund für die spannenden Wetterlagen ist die Umstellung des Wetters vom Winter auf den Sommer. Die eigentliche Ursache aber liegt im Sonnenstand. Im April hat der Sonnenstand eine Höhe erreicht, bei der sich die Landmassen stärker als die noch kalten Meeresflächen aufheizen können. Das führt zu Temperaturunterschieden und damit zu Wetterreaktionen, welche manches Mal recht heftig ausfallen und zu Extremwetterereignissen führen können. Zum anderen bewirkt der höhere Sonnenstand zunehmende Turbulenzen innerhalb des Polarwirbels, der sich im April mit einem Final Warming seinem winterlichen Finale nähert.

 

Die Turbulenzen reichen von einem Arctic Outbreak bis hin zu ersten Gewittern. Winterliche Wetterphasen sind aber nur noch von kurzer Dauer. Der April gehört berechtigterweise zu den wetterwendischen Monaten. Im letzten Aprildrittel beruhigt sich das bis dahin wechselhafte Wetter und stellt sich zum Mai so langsam auf das milde Frühlingswetter um.

 

Bereits Ende März liegt der Durchschnittswert der Temperaturen über +5 Grad, was für die Vegetationsperiode entscheidend ist, denn erst ab der +5 Grad Marke legt die Vegetation richtig los, sehr zum Leidwesen mancher Allergiker. Es zeigt aber auch, dass der Frühling nun so langsam Einzug hält.

 

Die Entwicklung der Großwetterlage wird einen großen Einfluss auf das Aprilwetter haben können und frühzeitig lässt sich schon erahnen, wohin die Reise gehen wird.

 

Mai

 

Frühlingshaft, angenehm und nicht umsonst als Wonnemonat bekannt. Kommt doch dank des hohen Sonnenstandes die warme Jahreszeit im letzten Frühlingsmonat so richtig in Fahrt und wandelt sich vom Frühling in den Sommer.

 

Die Natur hat bis zur Mitte des Monats voll ausgetrieben und das milde Wetter lädt zu den ersten Gartenpartys ein, die  Grill-Saison wird eröffnet und durch die Vielzahl an Brückentagen und der Pfingstferien ist der Wonnemonat für die ersten Urlaubstage wie geschaffen.

 

Der letzte Frühlingsmonat kann, muss aber nicht immer als Wonnemonat auftreten. Gerade in den Jahren mit einem milden Winter, bei der eine Westwetterlage vorherrschend war, zeigte sich das Wetter durchwachsen, teils regnerisch und zu kühl. Und auch die Wettersingularität der Eisheiligen sorgte in manchen Jahren für einen jähen Absturz des Frühlings. Besonders dramatisch ist dann der noch mögliche Nachtfrost, der den bis dahin ausgetriebenen Blüten ordentlich zusetzen und manche Ernten vernichten kann.

 

Erst in der letzten Dekade stabilisiert sich das Wetter und geht von Frühling so langsam in den Sommer über. Selten sind dann noch Temperaturen unter +18 Grad zu erwarten und oftmals steigen die Temperaturen zum Ende über die 25 Grad Marke an. Besonderheiten sind oftmals starke Niederschläge  auch in Form von kräftigen und teils unwetterartigen Gewittern, was zu gleich die Gewittersaison eröffnet.

 

Nach zu milden Wintermonaten gibt es häufig auch einen Mai, welcher zu nass und in Phasen auch zu kühl ausfällt. Die kühle und nasse Witterung trifft jedoch nur dann zu, wenn der Winter von einer zonalen Wetterlage geprägt war. Fehlt nun aber die Zonalität in den Wintermonaten, fällt der Mai häufig durchwachsen und warm aus.

 

Juni

 

Der Juni ist der erste Sommermonat und für viele Menschen auch der angenehmste, da die Temperaturen noch nicht zu heiß sind und die Hitzeperioden wie im Juli oder August meist noch fehlen. Hoch und Tiefdruckphasen wechseln sich in schöner Regelmäßigkeit ab und die ersten  kräftigen  Gewitter und Unwetter mit einem erhöhten Schadpotential sind möglich. Damit gehört der erste Sommermonat zu den niederschlagsreichsten Monaten im Jahr.

 

Verläuft das Wetter normal, so sind zum Monatsbeginn Temperaturen von +20 bis +25 Grad möglich. Nicht selten werden die frühsommerlichen Temperaturen von hohem Luftdruck und einem trockenen Wettercharakter begleitet.

 

Als berüchtigte Wettersingularität tritt die Schafskälte um den 11. Juni in Erscheinung. Das ist eine Singularität, die zwar häufiger vorkommt, aber nicht immer eintreffen muss. Tritt die Schafskälte aber ein, so kommt es zu einem markanten Wetterwechsel, was zu den ersten  schweren  Unwettern des Jahres führen und den Bemühungen des Sommers einen ordentlichen Dämpfer verpassen kann.

 

Der Sommer zeigt sich mit zunehmend stabiler werdenden Hochdruckwetter in der letzten Junidekade. Wichtig ist zudem der Zeitraum um den 25. Juni mit dem Siebenschläfertag. Der Wettercharakter, welcher sich in diesem Zeitraum einstellt, kann maßgeblich das Wetter des Sommers beeinflussen.

 

Der Juni zählt noch zu den abwechslungsreichsten und ist gleichzeitig der kälteste der drei Sommermonate. Turbulenzen mit teils schweren Gewittern mit Unwetter und Schadenspotential können vorkommen. Besonders gehäuft  durch eine Wetterumstellung von einem kalten Mai hin zu einem warmen Juni.

 

Juli

 

Im Juli fährt nicht nur der Hochsommer auf vollen Touren, sondern auch die Sommerferien beginnen in den meisten Bundesländern. Stabile Hochdruckwetterlagen sorgen ab der zweiten Julihälfte häufiger für einen beständigeren Wettercharakter, während die ersten Tage im Monat noch durchwachsen ausfallen können. Der Siebenschläfer Zeitraum gilt mitunter als Indikator, wie das Wetter im Sommer insgesamt verlaufen kann.

 

Das Wetter im Juli zählt in Deutschland neben dem August zu den beständigen Sommermonaten. Damit ist der Juli wärmste Sommermonat mit dem höchsten Sonnenstand.

 

Wer Urlaub in Deutschland machen möchte, sollte sich den zweiten Sommermonat vormerken. Allerdings ist das Wetter  relativ gesehen  nass. Meist begrenzen sich diese Niederschläge auf kurze Zeiträume in Form von Gewittern und Starkregen, wobei es auch zu kräftigen Unwettern mit erheblichem Schadpotential kommen kann. Die übliche Wetterkonstellation ist im zweiten Sommermonat von Hochdruckgebieten geprägt.

 

Der Hochsommer fährt voll auf und Temperaturen um, bzw. über +30 Grad sind häufiger zu registrieren. Besonders aber zu den sogenannten Hundstagen (22. Juli bis 23. August) sind Hitze und Wüstentage von +30 bis +35 Grad häufiger möglich. Wetterwechsel können nach einer Hitzewelle ein hohes Unwetterpotential hervorrufen.

 

August

 

Statistisch gesehen ist das Augustwetter durchschnittlich nicht mehr so warm, wie im Juli. Der August ist im meteorologischen Sinn zugleich der letzte Sommermonat, der zum Ende schon manches Mal frisch und damit wenig sommerlich ausgefallen ist.

 

Wer seinen Sommerurlaub in Deutschland plant, dem sei aus statistischer Sicht die erste Augusthälfte empfohlen. Tendenziell neigt das Wetter in der ersten Hälfte häufiger zu stabilen Hochdruckwetterlagen, welche noch zu den sogenannten Hundstagen gehören. Häufig kommen die monatlichen Regenmengen durch kräftige Gewitter und seltener durch lange Regenphasen zustande.

 

Die Wende vom Hochsommer in den Spätsommer erfolgt meist ab der Monatsmitte. Manches Mal brachial mit viel Getöse und einem erhöhten Unwetterpotential, manchmal aber auch schleichend.

September

 

Im September sind in Süddeutschland noch Sommerferien und bei vielen Bauern steht die Erntezeit an. Und ja, das Septemberwetter neigt gerne zu einer spätsommerlichen Stabilität, aber eben nicht immer.

 

Das Wetter profitiert oftmals von den Hochdruckwetterlagen im August, jedoch nimmt der Sonnenstand im Verlauf des ersten Herbstmonats ab, sodass Temperaturen von mehr als +28 Grad nur noch selten erreicht werden. Bedingt durch den niedrigeren Sonnenstand sinkt im ersten Herbstmonat die Durchschnittstemperatur.

 

Bedingt durch Hochdruckwetterlagen, liegt das Niederschlagsvolumen etwas niedriger als in den Sommermonaten. Der  September gehört aus meteorologischer Sicht  wie der Oktober und November  zu den Herbstmonaten. Die Blätter färben sich langsam und zum Ende des Monats sind goldgelbe Sonnenuntergänge zu bewundern. Der erste Herbstmonat gehört mit zu den beständigsten Wettermonaten im ganzen Jahr.

 

Oktober

 

Frühwinter oder goldener Oktober? Der zweite Herbstmonat kann beides! Abhängig ist das u.a. durch die Entwicklung der Großwetterlage im Sommer, wie auch im September.

 

Das Wetter im Oktober gilt häufig als ein sehr ausgeglichenes. So kommt es im Schwerpunkt der ersten Hälfte zu stabilen Hochdruckwetterlagen, welche den sogenannten goldenen Oktober mit viel Sonnenschein und warmen Temperaturen bringen können. Hält sich der hohe Luftdruck in der zweiten Hälfte so steigt die Neigung zu teils zähen Nebel und Hochnebelfeldern an, welche sich im Tagesverlauf nur sehr langsam auflösen können.

 

Altweibersommer oder auch der goldene Oktober sind Begrifflichkeiten, die eine stabile Hochdruckwetterlage definieren. Meist stellt sich Ende September bis Mitte Oktober eine solche Wetterlage ein. Durch die klaren Nächte können sich ausgedehnte Nebelfelder ausbilden und mancherorts ist Boden oder Nachtfrost möglich, während sich am Tage die Werte an der +20 Grad-Marke orientieren können.

 

Letztlich geht die Natur vollständig in den Herbst über. Die Blätter werden bunter und fallen zum Ende des Monats schon vielfach von den Bäumen herunter und die ersten Nachtfröste sind zu erwarten. Und manchmal gibt es am Ende des zweiten Herbstmonats den ersten Schnee zu bestaunen.

 

Spätestens ab der Monatsmitte fallen die Temperaturen in 60 Prozent der Messstationen schon unter die 0 Grad Grenze, und in 90 Prozent der Fälle unter die +2 Grad-Marke was relevant für den Bodenfrost ist. Vieles hängt davon ab, wie sich die Hochdruckwetterlage im Herbst generell verhält.

November

 

Im November geht die Wintersaison los und die Winterfans warten schon gespannt auf die ersten Schneeflocken. Für andere ist der November ein meist grau-trüber und unangenehmer Monat. Dabei hat der letzte Herbstmonat durchaus einen gemütlichen und interessanten Charakter.

 

Der Winter gibt im November schon häufiger ein erstes Gastspiel. Während im Oktober noch warme goldene Oktober-Tage zu erwarten sind, wird der Wettercharakter im November zunehmend grau, nasskalt, teils windig und trüb. Auch Schnee gab es schon im November bis auf tiefe Lagen hinab, häufiger kommt das erst ab den mittleren Lagen zwischen 400 und 800 Meter in der letzten Novemberdekade vor.

 

Der letzte Herbstmonat gilt für die meisten Menschen als ein trüber und nicht gerade angenehmer Monat, für manche Menschen ist er aber der Beginn der faszinierenden Winterzeit  mit allem was dazugehört. Andere Menschen nutzen den Dunkelmonat für die ruhigeren Momente, wenn es draußen regnet und windet, macht man es sich eben Zuhause gemütlich, freut sich bspw. auf ein warmes Bad oder das Sofa mit der Kuscheldecke.

 

Herrschte im Sommer eine meridionale Großwetterlage vor, so könnte diese im November kippen in Richtung zonal ausgeprägte Westwetterlage. Regen, Wind und Sturm bei mäßig kühlen Temperaturen. Herbstwetter in Bestform.  Sollte sich die meridionale Großwetterlage behaupten können, so ist mit einer Nordwetterlage der erste winterliche Abschnitt zum Ende des Monats nicht auszuschließen.

 

Die meridionale Wetterlage aber besteht neben einer Nord-Süd- auch aus einer Süd-Nord-Strömung und gelangt Deutschland auf diese Seite der Grundströmung, kann es mit einem Hochdrucksystem entweder neblig-trüb und zu Dauerfrost kommen oder aber mit viel Sonnenschein warme Herbsttage erwartet werden.